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KfW Förderung Wärmepumpe 2026

Von Michael Sack · Geprüft anhand offizieller KfW- und BAFA-Merkblätter

Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2026

Über das KfW-Programm 458 (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen) erhalten Eigentümer bis zu 70 % Zuschuss für den Einbau einer neuen Wärmepumpe — maximal 21.000 € pro Wohneinheit. Der Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.

Stand: Mai 2026 · Zuletzt geprüft: Mai 2026

Wie viel Förderung gibt es?

Die KfW 458 (BEG EM Heizungsförderung) setzt sich aus einem Basis-Zuschuss und mehreren Boni zusammen. Alle Boni können kombiniert werden, maximal sind 70 % möglich.

Angaben sind Richtwerte. Quelle: KfW Programmmerkblatt 458, Stand: Mai 2026.

BonusHöheBedingung
Basis-Förderung30 %Immer
Klimageschwindigkeits-Bonus+20 %Alte Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung (kein Altersminimum) ODER Gas-/Biomasse-Heizung älter als 20 Jahre. Nur für selbstnutzende Eigentümer.
Einkommens-Bonus+30 %Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr. Nur für selbstnutzende Eigentümer.
iSFP-Bonus+5 %Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorhanden
Maximum70 %Alle Boni kombiniert

Förderfähige Kosten: max. 30.000 € pro Wohneinheit → Max. Zuschuss: 21.000 € pro Wohneinheit. Alle Details zum KfW-Programm 458 →

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Was wird gefördert?

Geförderte Wärmepumpentypen

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe — nutzt Außenluft als Wärmequelle
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) — nutzt Erdwärme über Bohrung oder Flächenkollektor
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe — nutzt Grundwasser als Wärmequelle

Förderfähige Nebenkosten

  • Installations- und Montagekosten
  • Anpassung der Heizungsanlage (z. B. Heizkörpertausch, Fußbodenheizung)
  • Hydraulischer Abgleich (gesetzlich vorgeschrieben)
  • Energieberater-Kosten (anteilig förderfähig)
Nicht gefördert: Gasheizungen, Ölheizungen, reine Photovoltaik-Anlagen ohne Wärmenutzung sowie Neubauten (KfW 458 gilt ausschließlich für Bestandsgebäude).

Welche Wärmepumpe ist die richtige für mein Haus?

Nicht jede Wärmepumpe passt zu jedem Gebäude. Die Wahl der Wärmequelle bestimmt Effizienz, Installationsaufwand und Betriebskosten. Die drei gängigen Typen im Vergleich:

TypWärmequelleKosten inkl. EinbauJAZ (typisch)Besonderheit
Luft-WasserAußenluft15.000–25.000 €2,5–4,0Geringster Installationsaufwand, fast überall möglich
Sole-Wasser (Erdwärme)Erdreich20.000–35.000 €3,5–5,0Gleichmäßige Leistung, Bohrung oder Flächenkollektor nötig
Wasser-WasserGrundwasser18.000–30.000 €4,0–6,0Sehr effizient, wasserbehördliche Genehmigung erforderlich

Kosten und JAZ-Werte sind Richtwerte. Angaben ohne Gewähr. Quelle: dena Leitfaden Wärmepumpen 2024, BWP Marktstatistik 2024.

Luft-Wasser-Wärmepumpe — die häufigste Wahl

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entnimmt der Außenluft Wärme und überträgt sie auf das Heizungswasser. Sie ist die günstigste Option in der Installation und funktioniert auch bei Temperaturen bis −15 °C. Nachteil: Die Effizienz sinkt im Winter, wenn die Heizlast am höchsten ist. Bei gut gedämmten Bestandsgebäuden mit Vorlauftemperaturen unter 50 °C ist sie eine wirtschaftliche Wahl. Außerdem ist ein geeigneter Aufstellort (Außengerät) erforderlich — Mindestabstand zu Nachbarn prüfen.

Sole-Wasser-Wärmepumpe — für maximale Effizienz

Die Erdwärmepumpe nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs (8–12 °C) — entweder über eine Tiefenbohrung (50–150 m, ca. 5.000–12.000 € Bohrkosten) oder über einen Flächenkollektor (1,5–2× Wohnfläche als Grabungsfläche). Die höhere Effizienz (JAZ 3,5–5,0) senkt die laufenden Stromkosten spürbar. Die Bohrkosten werden durch die KfW 458 mitgefördert. Für die Tiefenbohrung ist eine Bohrgenehmigung beim zuständigen Landesamt erforderlich.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe — höchste Effizienz, aber standortabhängig

Grundwasser hat eine konstante Temperatur von 8–12 °C und ermöglicht die höchsten Jahresarbeitszahlen aller Wärmepumpentypen. Voraussetzung: ausreichend hoher Grundwasserspiegel und Genehmigung durch die Wasserbehörde. Ein Fachbetrieb muss zunächst die Grundwasserverhältnisse prüfen (Pumpversuch). Nicht überall in Deutschland geeignet — vorab Beratung durch Hydrogeologen oder Fachbetrieb einholen.

Empfehlung: Lassen Sie vor der Kaufentscheidung eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen. Nur so lässt sich die richtige Gerätegröße ermitteln — eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufig und verschleißt schneller. Ein zugelassener Energieberater (dena-Expertenliste) übernimmt diese Berechnung im Rahmen der BEG-Begleitung.

Was kostet eine Wärmepumpe 2026?

Die Gesamtkosten setzen sich aus Gerätepreis, Montage, Heizungsanpassung und gegebenenfalls Bohrung zusammen. Folgende Richtwerte gelten für ein typisches Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche und 10 kW Heizlast (Stand: Mai 2026):

Luft-Wasser-Wärmepumpe

15.000–25.000 €

Eigenanteil ab ca. 3.750–7.500 € (nach KfW 458 Förderung)

Nach 30 % Basisförderung (Klima-/Einkommensbonus abzüglich)

Sole-Wasser-Wärmepumpe

20.000–35.000 €

Eigenanteil ab ca. 5.000–10.500 € (nach KfW 458 Förderung)

Bohrkosten von ca. 5.000–12.000 € im Gesamtbetrag enthalten

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

18.000–30.000 €

Eigenanteil ab ca. 4.500–9.000 € (nach KfW 458 Förderung)

Plus Kosten für Grundwassergutachten und Behördengenehmigung

Laufende Betriebskosten

Der größte laufende Kostenfaktor ist der Stromverbrauch. Bei einer typischen Luft-Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 3,0 und 10 kW Heizlast ergibt sich:

  • Jahresenergiebedarf Heizung: ca. 15.000–20.000 kWh thermisch
  • Stromverbrauch: ca. 5.000–7.000 kWh/Jahr (bei JAZ 3,0)
  • Stromkosten: ca. 1.250–2.100 €/Jahr (bei 0,25–0,30 €/kWh)
  • Mit eigenem PV-Strom: Einsparung bis zu 50 % möglich

Richtwerte für ein typisches Einfamilienhaus. Abweichungen je nach Dämmzustand, Nutzungsverhalten und Wärmepumpentyp. Angaben ohne Gewähr. Stand: Mai 2026.

Amortisation: Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (20.000 € Investition, 30 % KfW-Förderung → 14.000 € Eigenanteil) und einer Einsparung von 800 €/Jahr gegenüber Gasheizung ergibt sich eine Amortisationszeit von ca. 15–20 Jahren. Mit Klimageschwindigkeits-Bonus (+20 %) und Photovoltaik-Eigenverbrauch kann sich die Amortisation auf 10–12 Jahre verkürzen. Angaben ohne Gewähr.

Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage ist eine der wirtschaftlich sinnvollsten Investitionen im Gebäudebereich. Selbst erzeugter PV-Strom kostet typischerweise 0,08–0,12 €/kWh — deutlich weniger als Netzstrom (0,25–0,35 €/kWh). Da die Wärmepumpe elektrisch betrieben wird, profitiert sie direkt vom günstigen Eigenstrom.

Tagsüber Wärmepumpe bevorzugt betreiben

Moderne Wärmepumpen mit Smart-Grid-Schnittstelle (SG Ready) können gezielt dann laufen, wenn PV-Strom im Überschuss vorhanden ist. So fließt ein Großteil des selbst erzeugten Stroms direkt in die Heizung.

Pufferspeicher nutzen

Ein hydraulischer Pufferspeicher (200–500 Liter) erlaubt es, tagsüber Wärme zu speichern und abends abzurufen — ohne den teureren Netzstrom zu benötigen.

Getrennte Förderung möglich

KfW 458 (Wärmepumpe) und KfW 270 (Photovoltaik/Solaranlage) sind eigenständige Programme und können unabhängig voneinander beantragt werden. Eine Doppelförderung derselben Kosten ist nicht zulässig.

Einspeisevergütung und Eigenverbrauch

Überschüssiger PV-Strom wird nach EEG ins Netz eingespeist (ca. 0,082 €/kWh, 2026). Der Eigenverbrauch ist wirtschaftlich deutlich attraktiver — daher lohnt es sich, den PV-Ertrag möglichst vollständig selbst zu nutzen.

Tipp: Wer Wärmepumpe und Photovoltaik plant, sollte beide Maßnahmen gemeinsam mit einem Energieberater angehen — so lässt sich die optimale Anlagengröße aufeinander abstimmen. Beide Förderanträge können zeitlich versetzt gestellt werden. Mehr zur PV-Förderung: Solaranlage Förderung 2026 →

Voraussetzungen

  • Bestandsgebäude: Das Gebäude muss bereits bestehen — Neubauten sind nicht förderfähig über KfW 458
  • Eigentümer oder Eigentümergenehmigung: Antragsberechtigt sind Eigentümer sowie Pächter und Mieter mit schriftlicher Genehmigung
  • Energieeffizienz-Experte (EEE) zwingend erforderlich: Ein auf der dena-Expertenliste eingetragener Energieberater muss die Maßnahme bestätigen (GEG § 88)
  • Antrag VOR Maßnahmenbeginn: Der Förderantrag muss gestellt und bewilligt sein, bevor der Handwerkerauftrag vergeben wird. Nachträgliche Anträge werden abgelehnt.

KfW Antrag stellen – So geht's

  1. 1

    Energieberater beauftragen

    Einen auf der EEE-Liste (dena.de/experten) eingetragenen Energieberater kontaktieren. Dieser bestätigt die technische Eignung und begleitet den Antrag.

  2. 2

    Angebot einholen (noch kein Auftrag vergeben!)

    Angebote von Handwerkern einholen, aber noch keinen Vertrag abschließen. Der KfW-Antrag muss VOR Vertragsschluss gestellt werden.

    ⚠ Wichtig: Antrag muss VOR Vertragsschluss gestellt werden!

  3. 3

    KfW-Antrag online stellen

    Antrag über das KfW-Online-Portal (kfw.de) oder die Hausbank einreichen. Dazu werden Energieberater-Bestätigung und Gebäudedaten benötigt.

  4. 4

    Zusage abwarten

    Die KfW prüft den Antrag. Erst nach Erhalt der schriftlichen Zusage darf der Handwerkerauftrag vergeben werden.

  5. 5

    Handwerker beauftragen

    Nach KfW-Zusage den Handwerker beauftragen und die Wärmepumpe einbauen lassen.

  6. 6

    Maßnahme umsetzen

    Einbau der Wärmepumpe inkl. hydraulischem Abgleich. Alle Rechnungen und Nachweise aufbewahren.

  7. 7

    Verwendungsnachweis einreichen

    Nach Abschluss der Maßnahme den Verwendungsnachweis bei der KfW einreichen. Erst dann wird der Zuschuss ausgezahlt.

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Häufige Fragen (FAQ)

Wie viel Förderung bekomme ich für eine Wärmepumpe?
Die Basisförderung beträgt 30 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € pro Wohneinheit). Mit Klimageschwindigkeits-Bonus (+20 %, nur für selbstnutzende Eigentümer), Einkommens-Bonus (+30 %) und iSFP-Bonus (+5 %) sind bis zu 70 % möglich — max. 21.000 € Zuschuss pro Wohneinheit. Stand: Mai 2026, Quelle: KfW Programmmerkblatt 458.
Gilt die KfW 458 Förderung auch für Mietwohnungen?
Ja. Die KfW 458 gilt für selbstgenutzte und vermietete Bestandswohngebäude. Der Antrag kann vom Eigentümer gestellt werden, auch wenn Mieter im Gebäude wohnen. Voraussetzung ist, dass es sich um ein Bestandsgebäude handelt (kein Neubau).
Muss ich zuerst den Energieberater oder zuerst die KfW beauftragen?
Zuerst den Energieberater beauftragen (für die Bestätigung), dann den KfW-Antrag stellen — aber VOR der Vergabe des Auftrags an den Handwerker. Die Reihenfolge ist: 1. Energieberater einbinden, 2. KfW-Antrag stellen, 3. Zusage abwarten, 4. Handwerker beauftragen.
Kann ich KfW 458 und BAFA gleichzeitig beantragen?
Nein. KfW 458 und BAFA BEG EM sind für dieselbe Maßnahme nicht kombinierbar. Sie können jedoch für verschiedene Maßnahmen (z. B. Wärmepumpe über KfW, Dämmung über BAFA) jeweils separat gefördert werden. Quelle: BEG-Förderrichtlinien.
Was kostet eine Wärmepumpe inkl. Einbau?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet typischerweise 15.000–25.000 € inkl. Einbau. Erdwärmepumpen (Sole-Wasser) liegen bei 20.000–35.000 € durch die zusätzlichen Bohrkosten. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € pro Wohneinheit gedeckelt. Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr, Stand: Mai 2026.
Wie lange dauert die Bearbeitung des KfW-Antrags?
Die KfW bearbeitet Anträge in der Regel innerhalb von 2–4 Wochen. In Hochphasen (z. B. nach Programmanpassungen) kann es länger dauern. Planen Sie mindestens 6–8 Wochen zwischen Antragstellung und Maßnahmenbeginn ein, um genügend Puffer zu haben. Quelle: KfW Informationen zum Antragsverfahren, Stand: Mai 2026.
Lohnt sich eine Wärmepumpe bei einem alten, schlecht gedämmten Haus?
Das kommt auf den Einzelfall an. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen (35–45 °C), wie sie in gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung vorkommen. Bei schlechter Dämmung und hoher Vorlauftemperatur (70–80 °C) sinkt die Effizienz deutlich. Ein Energieberater kann anhand einer Heizlastberechnung nach DIN 12831 ermitteln, ob und welche Wärmepumpe sich lohnt. Dämmmaßnahmen und Wärmepumpe lassen sich über BAFA (Dämmung) und KfW 458 (Heizung) gemeinsam fördern.
Was bedeutet Jahresarbeitszahl (JAZ) bei einer Wärmepumpe?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Wärmeenergie eine Wärmepumpe pro verbrauchter Kilowattstunde Strom erzeugt — gemessen über ein ganzes Jahr. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: 1 kWh Strom erzeugt 3,5 kWh Wärme. Luft-Wasser-Pumpen erzielen typisch JAZ 2,5–4,0, Erdwärmepumpen 3,5–5,0. Je höher die JAZ, desto geringer die Stromkosten. Eine JAZ unter 3 gilt als unwirtschaftlich. Quelle: dena, Leitfaden Wärmepumpen, Stand: 2024.

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Quellen & Datenstand

* Unverbindliche Schätzung. Keine Rechts- oder Finanzberatung. Alle Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr. Konditionen können sich jederzeit ändern. Maßgeblich sind stets die aktuellen Programmbedingungen von KfW und BAFA. Stand: Mai 2026.