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Solaranlage Förderung 2026

Photovoltaikanlagen werden in Deutschland auf drei Wegen gefördert: zinsgünstiger KfW-Kredit (KfW 270), garantierte EEG-Einspeisevergütung für 20 Jahre sowie 0 % Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation (seit Januar 2023). Einen direkten BAFA-Zuschuss gibt es für PV nicht — das ist ein häufiges Missverständnis.

Stand: Mai 2026 · Zuletzt geprüft: Mai 2026

Die drei Förderwege für Solaranlagen

Anders als bei Heizung oder Dämmung gibt es für Photovoltaik keinen direkten Zuschuss vom Bund. Stattdessen wirken drei Instrumente zusammen — und können kombiniert werden.

1. KfW 270 – Zinsgünstiger Kredit

Erneuerbare Energien – Standard

Der KfW 270 bietet Finanzierungen zu Zinssätzen unter Marktniveau für die Installation von Photovoltaikanlagen — inklusive Stromspeicher. Der Kredit läuft typischerweise 5–30 Jahre und muss nicht sofort getilgt werden. Besonders sinnvoll bei größeren Anlagen ab 5 kWp.

  • Für PV-Anlage, Batteriespeicher und Zubehör nutzbar
  • Kombinierbar mit EEG-Vergütung und 0 % MwSt
  • Antrag über Ihre Hausbank vor Auftragsvergabe

Quelle: KfW Programm 270, Stand: Mai 2026

2. EEG-Einspeisevergütung

20 Jahre garantierter Strompreis

Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Betreiber einer PV-Anlage für eingespeisten Strom eine garantierte Vergütung über 20 Jahre. Die Sätze werden jährlich leicht abgesenkt — wer früher installiert, sichert sich höhere Vergütungen.

AnlagengrößeÜberschusseinspeisungVolleinspeiser
bis 10 kWp~7,1 ct/kWh~8,2 ct/kWh
10–40 kWp~6,2 ct/kWhnicht möglich
40–100 kWp~5,8 ct/kWhnicht möglich

Richtwerte für 2026. Quelle: Bundesnetzagentur / EEG 2023, Stand: Mai 2026. Aktuelle Sätze: bundesnetzagentur.de

3. Nullsteuersatz – 0 % Mehrwertsteuer

Seit Januar 2023 für Anlagen ≤ 30 kWp

Seit dem 1. Januar 2023 gilt ein Nullsteuersatz (0 % MwSt) auf Kauf und Installation von PV-Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden mit einer Leistung bis 30 kWp. Das spart bei einer typischen Anlage (20.000 € brutto) rund 3.200 € gegenüber dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19 %.

  • Gilt für PV-Module, Wechselrichter, Batteriespeicher und Montage
  • Auch für Balkonkraftwerke (Stecker-PV)
  • Keine Antragstellung nötig — Installateur rechnet direkt netto ab

Quelle: § 12 Abs. 3 UStG, Stand: Mai 2026

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Balkonkraftwerk Förderung

Balkonkraftwerke (Stecker-Solar-Anlagen bis 800 Watt) profitieren vom Nullsteuersatz — eine gesonderte Bundesförderung gibt es nicht. Viele Kommunen und einige Bundesländer haben jedoch eigene Förderprogramme aufgelegt, die Zuschüsse von 50–200 € pro Anlage bieten.

Wichtig: Kommunale Programme sind regional sehr unterschiedlich und ändern sich häufig. Prüfen Sie das Angebot Ihrer Stadt oder Gemeinde direkt — oft über das städtische Klimaschutzportal oder beim lokalen Energieversorger.

Was beim Balkonkraftwerk zu beachten ist

  • Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister erforderlich
  • Seit 2024 bis 800 Watt Einspeiseleistung ohne besondere Genehmigung erlaubt
  • 0 % MwSt gilt auch für Balkonkraftwerke
  • Mieter: Zustimmung des Vermieters einholen (Sondereigentumsrecht)

Solarthermie: BAFA-Zuschuss möglich

Wichtig: Solarthermie-Anlagen (zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung) sind nicht dasselbe wie Photovoltaik und werden anders gefördert. Für Solarthermie gibt es einen BAFA BEG EM Zuschuss von 25 % (+ 5 % iSFP-Bonus) auf förderfähige Kosten bis 30.000 € — also bis zu 9.000 € Zuschuss pro Wohneinheit.

TechnologieBundesförderungProgrammtyp
Photovoltaik (Strom)KfW 270 Kredit + EEG + 0 % MwStKredit / Steuer / Vergütung
Solarthermie (Wärme)Bis 30 % BAFA-ZuschussDirektzuschuss

Quelle: BAFA BEG EM Merkblatt (Solarthermie), KfW Programm 270, Stand: Mai 2026

Solaranlage + Wärmepumpe: Die optimale Kombination

Eine PV-Anlage und eine Wärmepumpe ergänzen sich ideal: Die Solaranlage erzeugt Strom, den die Wärmepumpe direkt nutzt — das senkt die laufenden Heizkosten erheblich. Beide Maßnahmen sind unabhängig voneinander förderbar und lassen sich gleichzeitig umsetzen.

Beispielrechnung: EFH mit 150 m²

  • 1Wärmepumpe (KfW 458): Kosten 20.000 €, Förderung 50 % = 10.000 € Zuschuss
  • 2PV-Anlage 8 kWp (KfW 270): Kosten 16.000 € netto (0 % MwSt), Finanzierung über KfW
  • 3Ergebnis: 10.000 € Direktförderung + ~3.040 € MwSt-Ersparnis + laufende EEG-Vergütung + niedrigere Stromkosten für die Wärmepumpe

Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr, Stand: Mai 2026.

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Häufige Fragen zur Solaranlage Förderung

Gibt es einen direkten BAFA-Zuschuss für Solaranlagen?

Nein. Die BAFA BEG EM fördert Photovoltaikanlagen nicht mit einem direkten Zuschuss. Die Hauptförderung für PV läuft über zinsgünstige KfW-Kredite (KfW 270), die 0 % Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation (seit Januar 2023) sowie die EEG-Einspeisevergütung. Solarthermie-Anlagen (Warmwasser) können dagegen über BAFA BEG EM gefördert werden. Quelle: BAFA Förderprogramme, Stand: Mai 2026.

Wie hoch ist der KfW 270 Kredit für eine Solaranlage?

Der KfW 270 (Erneuerbare Energien – Standard) bietet Kredite bis zu 150 Mio. € pro Vorhaben zu Zinssätzen unter Marktniveau. Für Privathaushalte sind je nach Anlagengröße Kredite von 5.000–100.000 € typisch. Die Rückzahlung erfolgt in festen Raten. Der Kredit kann mit der EEG-Einspeisevergütung kombiniert werden. Quelle: KfW Programm 270, Stand: Mai 2026.

Wie hoch ist die EEG-Einspeisevergütung 2026?

Für Neuanlagen bis 10 kWp beträgt die garantierte Einspeisevergütung rund 8,2 ct/kWh (Volleinspeiser) bzw. 7,1 ct/kWh (Überschusseinspeisung). Für Anlagen von 10 bis 40 kWp gelten niedrigere Sätze. Die Vergütung wird für 20 Jahre garantiert. Genaue aktuelle Sätze: Bundesnetzagentur.de. Quelle: EEG 2023, Stand: Mai 2026.

Gilt die 0 % Mehrwertsteuer auf Balkonkraftwerke?

Ja. Seit dem 1. Januar 2023 gilt 0 % Umsatzsteuer (Nullsteuersatz) auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen — einschließlich Balkonkraftwerken (Stecker-Solar-Geräte) — für Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden bis 30 kWp. Das bedeutet: Sie zahlen keinen Aufpreis durch MwSt. Quelle: § 12 Abs. 3 UStG, Stand: Mai 2026.

Gibt es eine Förderung für Batteriespeicher?

Einen bundesweiten Zuschuss für Batteriespeicher gibt es aktuell nicht (KfW-Programm 270 schließt Speicher ein, aber nur als Kredit). Viele Bundesländer haben eigene Programme: z. B. Bayern (BayernSolar), Baden-Württemberg (Solar Plus) und NRW. Die Details variieren stark — prüfen Sie das Förderprogramm Ihres Bundeslandes direkt. Quelle: Landesförderportale, Stand: Mai 2026.

Kann ich Solaranlage und Wärmepumpe gemeinsam fördern lassen?

Ja — beide Maßnahmen sind unabhängig voneinander förderbar. Die Wärmepumpe über KfW 458 (Zuschuss bis 70 %), die PV-Anlage über KfW 270 (Kredit). Eine Kombination ist nicht nur erlaubt, sondern sinnvoll: Eine PV-Anlage kann den Strom für die Wärmepumpe erzeugen und so die Betriebskosten deutlich senken. Quelle: KfW, Stand: Mai 2026.

Weitere Fördermaßnahmen

Stand: Mai 2026 · Zuletzt geprüft: Mai 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr — maßgeblich sind die aktuellen Programmbedingungen von kfw.de (Programm 270), bundesnetzagentur.de und bafa.de.