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Erdwärmepumpe Förderung 2026: Zuschuss für Gerät und Bohrung

Von Michael Sack · Geprüft anhand des KfW-Merkblatts 458

Förderdaten geprüft: 3. November 2026

Erdwärmepumpen (Sole-Wasser) werden wie jede Wärmepumpe über KfW 458 gefördert – einschließlich der Bohrung oder des Flächenkollektors. Der Haken: Mit 20.000–35.000 € Gesamtkosten liegen sie oft über der Kostenobergrenze von 28.000 €. Alles darüber zahlen Sie ohne Zuschuss, dafür sind die Stromkosten dauerhaft niedriger.

Erdwärme: Machbarkeit und Kosten prüfen lassen

Ob eine Bohrung auf Ihrem Grundstück möglich ist und was sie kostet, kann nur ein Fachbetrieb vor Ort einschätzen.

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Erdwärmesonde oder Flächenkollektor

Erdwärmesonde (Tiefenbohrung)

Eine oder mehrere Bohrungen mit 50–150 m Tiefe. Braucht wenig Grundstücksfläche, kostet aber etwa 5.000–12.000 € allein für die Bohrung und ist anzeige- oder genehmigungspflichtig.

Flächenkollektor

Rohrschlangen knapp unter der Oberfläche. Günstiger als eine Bohrung, braucht aber etwa das 1,5–2,0-fache der beheizten Wohnfläche als freie Grundstücksfläche, die danach nicht überbaut oder versiegelt werden sollte.

Richtwerte ohne Gewähr (dena Leitfaden Wärmepumpen 2024, BWP Marktstatistik 2024).

So wirkt die Kostenobergrenze bei Erdwärme

Gefördert werden höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit. Liegen Gerät, Einbau und Bohrung darüber, sinkt der Anteil, den der Zuschuss tatsächlich abdeckt:

GesamtkostenNur Grundförderung (30 %)Mit Klimabonus (46 %)Mit Klima- und Einkommensbonus (70 %)
20.000 €6.000 €effektiv 30 % · Eigenanteil 14.000 €9.200 €effektiv 46 % · Eigenanteil 10.800 €14.000 €effektiv 70 % · Eigenanteil 6.000 €
27.500 €8.250 €effektiv 30 % · Eigenanteil 19.250 €12.650 €effektiv 46 % · Eigenanteil 14.850 €19.250 €effektiv 70 % · Eigenanteil 8.250 €
35.000 €8.400 €effektiv 24 % · Eigenanteil 26.600 €12.880 €effektiv 37 % · Eigenanteil 22.120 €19.600 €effektiv 56 % · Eigenanteil 15.400 €

Einfamilienhaus, erste Wohneinheit. Förderung: KfW 458, geprüft 3. November 2026. Alle Typen und Förderfälle: Wärmepumpe Kosten nach Förderung.

Lohnt sich Erdwärme gegenüber Luft-Wasser?

Erdwärme ist teurer, arbeitet aber effizienter: typische Jahresarbeitszahl 3,5–5,0 statt 2,5–4,0 bei Luft-Wasser. Rechenbeispiel mit den Mittelwerten beider Spannen und 18.000 kWh Wärmebedarf: Die Erdwärmepumpe braucht rund 1.303 kWh weniger Strom im Jahr, das sind 326–391 € bei 0,25–0,30 €/kWh.

FörderfallMehrkosten Erdwärme nach FörderungDurch Stromersparnis ausgeglichen nach
Nur Grundförderung (30 %)5.250 €ca. 13–16 Jahren
Mit Klimabonus (46 %)4.050 €ca. 10–12 Jahren

Annahmen: Kosten 20.000 € (Luft-Wasser) und 27.500 € (Erdwärme), JAZ 3,25 bzw. 4,25, gleichbleibender Strompreis, ohne Wartung. Vereinfachtes Rechenbeispiel, keine Wirtschaftlichkeitsberechnung für Ihr Gebäude.

Mehr zur günstigeren Alternative: Luft-Wasser-Wärmepumpe Förderung.

Genehmigung und Reihenfolge

Erdwärmesonden sind bei der zuständigen Wasserbehörde anzuzeigen oder genehmigen zu lassen; in Wasserschutzgebieten können Bohrungen eingeschränkt oder ausgeschlossen sein. Klären Sie das, bevor Sie den Vertrag schließen – sonst steht der Förderantrag auf einem Vorhaben, das so nicht umsetzbar ist.

Vor dem Antrag benötigen Sie die technische Bestätigung und einen Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit förderkonformer aufschiebender oder auflösender Bedingung der Förderzusage sowie geplantem Umsetzungsdatum. Unbedingte Aufträge und ein unzulässiger Vorhabenbeginn können die Förderung gefährden.

Häufige Fragen

Wird die Bohrung für die Erdwärmepumpe gefördert?

Ja. Die Erschließung der Wärmequelle – Tiefenbohrung oder Flächenkollektor – gehört zu den förderfähigen Kosten. Gerät, Einbau und Erschließung zusammen sind aber auf 28.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit begrenzt. Quelle: KfW 458 Merkblatt, geprüft am 3. November 2026.

Bekommt die Erdwärmepumpe mehr Förderung als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Der Fördersatz setzt sich bei jeder Wärmepumpe gleich zusammen: KfW 458: 30 % Grundförderung, für berechtigte selbstnutzende Eigentümer 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und ein einkommensabhängiger Bonus. Regelmäßig höchstens 70 %, für bestimmte niedrige Einkommen bis zu 80 %. Kostenbasis der ersten Wohneinheit: 28.000 €. Den früheren Effizienzbonus von 5 % für Erdwärme oder natürliches Kältemittel gibt es für Anträge ab dem 21.07.2026 nicht mehr. Weil Erdwärme häufiger über der Kostenobergrenze liegt, ist der Zuschuss im Verhältnis zu den Gesamtkosten oft sogar kleiner.

Brauche ich für die Erdbohrung eine Genehmigung?

In der Regel ja: Erdwärmesonden greifen in den Untergrund und das Grundwasser ein und sind bei der zuständigen Wasserbehörde anzuzeigen oder genehmigen zu lassen; tiefe Bohrungen können zusätzlich bergrechtlich anzeigepflichtig sein. Zuständigkeit und Verfahren unterscheiden sich je nach Bundesland – das Bohrunternehmen kennt die Anforderungen vor Ort.

Lohnt sich die teurere Erdwärmepumpe?

In unserem Rechenbeispiel spart die Erdwärmepumpe rund 1.303 kWh Strom im Jahr (326–391 €). Mit Klimabonus holt sie ihre Mehrkosten nach Förderung in etwa 10–12 Jahren herein. Ob das bei Ihnen zutrifft, hängt von Wärmebedarf, Strompreis und den echten Angeboten ab.

Unverbindliche Orientierung, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Maßgeblich sind die Programmbedingungen der KfW zum Zeitpunkt der Antragstellung (KfW 458, Merkblatt 600 000 5131 (September 2026)).