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Balkonkraftwerk Förderung 2026

Von Michael Sack · Geprüft anhand offizieller KfW- und BAFA-Merkblätter

Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2026

Balkonkraftwerke werden nicht bundesweit, aber von vielen Bundesländern und Kommunen mit bis zu 500 € Zuschuss gefördert. Hier finden Sie alle aktuellen Programme, technischen Anforderungen und die Anmeldepflicht.

Stand: Mai 2026 · Zuletzt geprüft: Mai 2026

Wichtig: Keine einheitliche Bundesförderung

Es gibt kein bundesweites KfW- oder BAFA-Programm speziell für Balkonkraftwerke. Förderung kommt von Bundesländern und Kommunen — die Programme ändern sich häufig. Prüfen Sie immer den aktuellen Stand beim zuständigen Fördergeber.

Förderung nach Bundesland 2026

Diese Übersicht zeigt bekannte Landesförderprogramme. Da kommunale Programme sehr zahlreich sind, lohnt sich zusätzlich eine Anfrage beim lokalen Stadtwerk oder der Gemeinde.

Alle Angaben ohne Gewähr. Programme können jederzeit geändert oder eingestellt werden. Stand: Mai 2026.

BundeslandProgrammFörderungStatus
NRWprogres.nrwbis zu 500 €✓ Aktiv
BayernSolarPlus (LfA)200 €✓ Aktiv
BerlinSolar Plusbis zu 500 €✓ Aktiv
HamburgIFB Hamburgbis zu 500 €✓ Aktiv
SachsenSAB Sachsenbis zu 300 €✓ Aktiv
Übrige BundesländerKommunale ProgrammevariiertTeilweise

* Kommunale Programme nicht aufgeführt — zahlreiche Städte fördern zusätzlich. Beim Stadtwerk oder der Gemeinde nachfragen.

Technische Anforderungen 2026

Die gesetzlichen Anforderungen für Balkonkraftwerke wurden 2024 vereinfacht. Seit der Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) gelten folgende Regeln:

Maximale Modulleistung

Bis zu 2.000 Wp (2 kWp) Modulleistung erlaubt. Die Einspeiseleistung am Wechselrichter darf 800 W nicht überschreiten.

Wechselrichter

VDE-zertifizierter Mikro-Wechselrichter erforderlich (VDE-AR-N 4105). Drosselung auf 800 W muss werksseitig eingestellt sein.

Steckverbindung

Einspeisesteckdose nach DIN VDE 0100-551-1 (Wieland-Stecker oder reguläre Schuko-Steckdose ab 2024 erlaubt). Details im Mietvertrag prüfen.

Zählersituation

Rückwärtslaufende analoge Zähler müssen durch bidirektionale Zähler ersetzt werden — Kosten trägt der Netzbetreiber. Kein Handlungsbedarf für den Eigentümer.

Quelle: VDE-AR-N 4105, MsbG-Novelle 2024, BNetzA — Stand: Mai 2026.

Anmeldung: Was muss ich tun?

  1. 1

    Marktstammdatenregister (MaStR)

    Kostenlose Online-Registrierung unter marktstammdatenregister.de — binnen eines Monats nach Inbetriebnahme. Dauert ca. 10 Minuten.

  2. 2

    Netzbetreiber informieren

    Formlose Mitteilung an Ihren Strom-Netzbetreiber (meist der örtliche Verteilernetzbetreiber, nicht der Stromanbieter). Oft reicht eine E-Mail. Kein Techniker-Besuch erforderlich.

  3. 3

    Vermieter/WEG informieren (falls Mieter)

    Mieter haben seit 2024 ein Recht auf Balkonkraftwerke (§ 554 BGB). Der Vermieter kann die Installation nicht ohne Grund untersagen, muss aber informiert werden.

Steuern & Mehrwertsteuer

0 % Mehrwertsteuer

Seit 1. Januar 2023 gilt für PV-Anlagen auf Wohngebäuden (inkl. Balkonkraftwerke) ein Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG. Der Kauf ist mehrwertsteuerfrei.

Einkommensteuerbefreiung

PV-Anlagen bis 30 kWp sind seit 2023 einkommensteuerbefreit (§ 3 Nr. 72 EStG). Balkonkraftwerke fallen weit darunter — keine Steuererklärungspflicht für den Solarertrag.

Quelle: § 12 Abs. 3 UStG, § 3 Nr. 72 EStG, BMF-Schreiben 2023. Stand: Mai 2026. Keine Steuerberatung.

Auch größere PV-Anlage interessant?

Für Aufdach-Solaranlagen ab ca. 1 kWp gibt es den KfW 270 Kredit und 0 % MwSt.

→ Solaranlage Förderung 2026

Häufige Fragen zum Balkonkraftwerk

Gibt es eine bundesweite Förderung für Balkonkraftwerke?

Nein. Eine einheitliche Bundesförderung speziell für Balkonkraftwerke (Steckersolar) existiert nicht (Stand: Mai 2026). KfW 270 gilt nur für größere PV-Anlagen ab ca. 1 kWp. Viele Bundesländer und Kommunen bieten jedoch eigene Zuschüsse bis zu 500 €. Es lohnt sich, beim örtlichen Energieversorger und der jeweiligen Landesbank nachzufragen.

Was ist ein Balkonkraftwerk technisch?

Ein Balkonkraftwerk (Steckersolar-Anlage) besteht aus 1–2 Solarmodulen (typisch 400–800 Wp) und einem Mikro-Wechselrichter, der direkt in die Haushaltssteckdose eingespeist wird. Seit der Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) und der VDE-Norm E 0100-551-1 (2024) sind Anlagen bis 800 Wp vereinfacht zugelassen. Quelle: VDE, BNetzA, Stand Mai 2026.

Muss ein Balkonkraftwerk angemeldet werden?

Ja. Seit 2024 gilt: Anmeldung beim Netzbetreiber (vereinfacht, ohne Techniker-Besuch) und Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Beide Anmeldungen sind kostenlos und online möglich. Quelle: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister, Stand Mai 2026.

Sind Einnahmen aus einem Balkonkraftwerk steuerpflichtig?

In den meisten Fällen nein. PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern und bis 15 kWp pro Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern sind seit 2023 einkommensteuerbefreit (§ 3 Nr. 72 EStG). Balkonkraftwerke liegen deutlich darunter. Auch die Umsatzsteuer auf die Anlage fällt seit dem 1.1.2023 weg (0 % MwSt). Quelle: § 3 Nr. 72 EStG, BMF-Schreiben 2023, Stand Mai 2026.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk finanziell?

Bei einem typischen 800-Wp-Balkonkraftwerk (ca. 600–900 € Anschaffung) und Selbstverbrauch von 50–70 % amortisiert sich die Anlage in etwa 5–8 Jahren bei einem Strompreis von ca. 0,30–0,35 €/kWh. Genaue Werte hängen von Ausrichtung, Verschattung und Verbrauchsprofil ab. Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr.

Quellen & Stand der Daten

* Unverbindliche Informationen. Keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Förderprogramme der Länder und Kommunen ändern sich häufig — prüfen Sie den aktuellen Stand beim Fördergeber. Stand: Mai 2026.